Königstraum und Massenware setzt auf Besucher-Ansturm

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„Jetzt zeigt sich, ob unser Marketing- und Kommunikationskonzept funktioniert“, sagt Dewald, die als Verantwortliche für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Porzel-lanikons die Kommunikation der Jubiläumsausstellung übernommen hat. Dabei muss-te Dewald mit ihrem Team den Spagat schaffen, mit einem kleinen Budget viel Wir-kung zu erreichen. „Da kein Geld zur Verfügung stand, um flächendeckend große Anzeigenstrecken zu schalten, haben wir sehr stark auf gute PR-Arbeit gesetzt“, ver-deutlichte die frühere Print-Journalistin.
Basis dieser Medienarbeit sei ein interessantes, auffälliges Bild, das den Titel der Ausstellung „Königstraum und Massenware“ perfekt und innovativ interpretiere. „Die Entscheidung, viel in dieses KeyVisual zu investieren, hat sich für uns extrem ausge-zahlt.“ Das Bild, das übrigens mit einem Mädchen aus der Region als Model gestaltet wurde, werde häufig kostenfrei abgedruckt, habe eine hohe Identifikationskraft und einen extrem guten Wiedererkennungswert. „Wer dieses Bild einmal gesehen hat und gelesen hat, für was es steht, vergisst den Zusammenhang nicht mehr.“
Auf dieses Foto habe das Porzellanikon dann das komplette Corporate Design der Jubiläumsausstellung aufgebaut und ein kleines Marketing-Grundpaket geschnürt. Mit Basisflyer für die Ausstellung, einem Faltblatt mit eigens ausgearbeiteten Pauschal-angeboten, einem über 70 Veranstaltungen umfassenden Begleitprogramm, einer Broschüre für Gruppenreisende. Dazu natürlich einen eigenen Internetauftritt, Auf-kleber für Briefe, eine Verlagsbeilage in der Frankenpost. Stark überregionale Wir-kung soll eine Beilage in der Zeit und Werbung in einigen ICE-Zügen der Deutschen Bahn AG bewirken.
Gabi Dewald, der Direktor des Porzellanikons, Wilhelm Siemen, und die Hauptkurato-rin Petra Werner haben mit dieser Ausstellung ein großes Ziel. „Wir wollen einen Schub für die Region geben und den Strukturwandel aktiv gestalten und  begleiten.“ 

Siemen und vor allem Petra Werner haben keine Mühen gescheut, eine attraktive Ausstellung mit herausragenden Exponaten auf die Beine zu stellen. So ist eine trag-bare Toilette von Kaiser Franz Joseph I. ebenso zu sehen, wie ein Bidet von Kaiserin Sisi, ein Teller, von dem Napoleon speiste, und das Lieblingsservice von Zarin Katha-rina der Großen. „Wir kooperieren bei der Ausstellung mit über 100 Museen auf der ganzen Welt, darunter mit dem Louvre und dem Metropolitan Museum in New York.“ Doch die Jubiläumsschau zeigt nicht nur wertvolles Porzellan aus den drei vergange-nen Jahrhunderten, sondern setzt das Porzellan als Werkstoff in fünf Themenberei-chen in verschiedene Beziehungen. Wichtig dabei: Im Bereich „300+X“ wird ein Aus-blick gewagt, wie Porzellan in Zukunft eingesetzt werden könnte. Dabei haben Stu-denten von europäischen Hochschulen ihre Visionen rund um den Werkstoff umge-setzt.
Das Lob der Fachwelt für diese einzigartige Schau ist den Porzellinern in Selb bereits sicher. Doch Museumsdirektor Siemen und sein Team wollen vor allem die Menschen begeistern. „Menschen, die unsere Region das erste Mal besuchen und über die Viel-fältigkeit staunen werden. Aber auch die Menschen, die hier leben. Sie sollen stolz sein auf das, was hier im Bereich Porzellan geleistet wurde und noch immer geleistet wird.“ Schließlich würden nach wie vor über 65 Prozent des Porzellans in Europa in Oberfranken und der Oberpfalz hergestellt.

Datum: 11. Mai 2010