Nachwuchsarbeit schafft soziale Kompetenz

x

Nach dem Aktivieren der Social-Media Plugins senden Sie schon beim Aufruf einer Seite Daten an den Betreiber des Sozialen Netzwerks, wenn Sie beim jeweiligen Anbieter eingeloggt sind.

Angaben zum Datenschutz.

Ein Stammkundenanteil von fast 60 Prozent, den bundesweit größten Bu-siness-Club und den größten Fanclub aller Vereine in der Basketball-Bundesliga – die Brose Baskets Bamberg, frisch gebackener Pokalsieger und Teilnehmer an den PlayOffs um die Deutsche Basketballmeisterschaft, haben diese Entwicklung ge-schafft. Wie, das erläuterte der Geschäftsführer der Franken 1st Bamberg Basket-ballgesellschaft GmbH, die hinter den Brose Baskets steht, Wolfgang Heyder, Mitglie-dern des Marketing-Clubs Oberfranken, die im Vorfeld der Bundesliga-Partie der Bro-se Baskets gegen die New Yorker Phantoms aus Braunschweig zu einem Vortrag ein-geladen waren. Sein Erfolgsrezept: die strikte Ausrichtung auf Nachwuchsarbeit und auf regionale Vernetzung.

Wolfgang Heyder ist ein Mann der klaren Worte. „Jetzt wollen wir das Double“, gab er die sportlichen Ziele des Clubs an, nachdem die Brose Baskets Bamberg Anfang April den BBL-Pokal 2010 gewonnen haben. Ebenso deutlich sind seine Vorstellun-gen, wie die Zukunft des Vereins langfristig gesichert werden soll. „Wir brauchen eine breite wirtschaftliche Ebene und eine feste Einbindung in die regionalen Strukturen, um uns dauerhaft in der Spitze der BBL und der Euroleague zu etablieren.“ Für den Geschäftsführer, der seit frühester Jugend mit dem Basketball in Bamberg verbunden ist, führt der Weg dabei ausschließlich über eine konsequente Nachwuchsförderung, weshalb er sein Referat vor dem Marketing-Club auch „Jugendförderung als renditeträchtiges Marketinginstrument“ betitelt hatte.
Die Rendite der Jugendförderung wird bei Brose Baskets Bamberg ihn zwei Währun-gen ausbezahlt. Zum einen werden viele Kinder und Jugendliche und deren komplette Familien mit dem Basketball in Verbindung gebracht, zum anderen erhält das Bundesliga-Team eine breite Basis, aus der Talente entwickelt werden. „In zwei Jah-ren wollen wir mindestens fünf Nachwuchsspieler aus unserem Talentprogramm im Kader des Bundesliga-Teams haben.“ Für diese hohen Erwartungen investiert das Unternehmen entsprechend viel. „Wir haben alleine 12 topp ausgebildete Nach-wuchstrainer auf unserem Gehaltszettel.“
Die Nachwuchsarbeit, die gleichzeitig Imagearbeit und Marketinginstrument ist, be-ginnt dabei bereits in den Grundschulen. Aktuell habe Brose Baskets zu 70 Schule in Bamberg und der Region regelmäßig Verbindung. Regelmäßig bedeutet bei Brose Baskets, dass die Nachwuchstrainer und/oder Nachwuchsspieler des Vereins jede Woche einmal zum Basketballtraining an die Schulen kommen. Über die SAG Basket-ball (Schularbeitsgemeinschaft) hinaus betreibt Brose Baskets seit vergangenem Jahr ein Partnerschulprogramm, in dessen Rahmen jede beteiligte Schule pro Jahr einen Aktionstags mit Brose Baskets zu schulischen oder wirtschaftlichen Themen veran-stalten kann, die Schule zu einem Heimspiel eingeladen wird und die Kinder und El-tern zudem regelmäßig Zugriff auf verbilligte Stehplatzkarten erhalten. Und schließ-lich wird zum Beispiel eine Schoolsleague initiiert, bei der Schulteams gegeneinander antreten. Apropos Schule: Alle Mitglieder des NBBL-Nachwuchsteams bei Brose Baskets müssen neben der sportlichen Ausbildung entweder das Abitur ablegen oder die Mittlere Reife und eine Ausbildung absolvieren. „In diesem Punkt sind wir absolut kompromisslos, auch wenn es für die jungen Leute natürlich ein harter Brocken ist.“
Schularbeit, die Beteiligung an sozialen Kinder- und Jugendprojekten, die Organisati-on von Basketball-Camps und -turnieren – die Liste der Aktivitäten in der Jugendför-derung, an denen immer auch die Spieler des Bundesliga-Teams beteiligt sind, lässt sich beinahe beliebig fortsetzen. Und sie haben ihren Preis: „Knapp die Hälfte unserer Etats (ca. 5,5 Millionen Euro) investieren wir in diese Strukturen und die Logistik, die dazugehört.“ Dafür verbucht Brose Baskets auf der Habenseite hervorragende Crossmarketing-Effekte, eine breite Aufstellung bei den Sponsoren und eine tiefe Bindung zu den Menschen aus der Region. Heyder: „Die damit verbundene Erhöhung der Standortakzeptanz gerade auch abseits des Profibereichs, hilft uns eine breite Community zu schaffen.“ Diese wiederum macht den Erfolg des Unternehmens Brose Basket aus: 4000 verkaufte Dauerkarten pro Saison, 700 Businessclub-Mitglieder, über 700 Fanclub-Mitglieder.

Datum: 27. April 2010