Die Philosophie des Andersseins

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Sie sind ein wenig eigen, stolz darauf und gehen voller Überzeugung ihren Weg. Bei der Wöhner GmbH & Co.KG aus Rödental wird die Philosophie des Anderssein gelebt. Der Premium-Hersteller von Komponenten für die Energieverteilung, Steuerungs- und Sicherungstechnik setzt neben einer hohen Produktqualität und Innovationskraft auf die Emotionalisierung des Unternehmens. Die Details der Philosophie stellten der Marketingleiter, der Fertigungsleiter und der Leiter des Prüflabors von Wöhner nun rund 25 Mitgliedern und Gästen des Marketing-Clubs Oberfranken vor.

Die Emotionalisierung einer Welt, die nur aus Technik besteht – die MCO-Mitglieder, die zu einem Marketing-Dialog nach Rödental gekommen waren, waren von diesem Ansatz überrascht. Doch Wöhner, das seit 80 Jahren am Standort in Rödental bei Coburg Produkte auf Weltmarktführerniveau produziert, hat sich mit dieser Philosophie von seinen Mitbewerbern ein Stück weit abgesetzt. „Wichtig ist dabei“, stimmten Frank Lindenlaub (Marketing), Bodo Höhne (Fertigung) und Andreas Hetenyi (Elektr. Prüflabor) überein, „dass diese Vision nicht nur nach außen getragen wird, sondern im Inneren gelebt wird.“
An der Umsetzung der Philosophie, außergewöhnlich zu sein, arbeitet das Familienunternehmen, das in dritter Generation von Frank Wöhner geführt wird, seit Mitte der 90er Jahre. Seitdem wird das neu entwickelte Corporate Design, das bis in das Produktdesign und die -namensgebung hineinreicht, exakt umgesetzt. Seitdem wird die Innovationskraft betont und die klar definierte Wachstumsstrategie konsequent verfolgt. Und seitdem wird auch an der Firmenzentrale in Rödental konsequent umgebaut. „Wir haben dabei mit der Produktion angefangen, um den Mitarbeitern zu zeigen, dass ihre Arbeit ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs und unseres Konzeptes ist. Aber auch um unseren Kunden und Partnern zu zeigen, dass der hohe Anspruch an Sicherheit und Qualität der Produkte mit einer geordneten Fertigung und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Handarbeit und Automatisierung beginnt.“ Ein schickes, edles und streng an der CI orientiertes Ambiente bestimmt die Fertigung, in der rund 100 Mitarbeiter in drei Schichten arbeiten. Der Materialfluss wurde automatisiert, ein fahrerloses Transportsystem installiert. „Natürlich gab und gibt es bei den Umsetzungen der Philosophie bei den Mitarbeitern immer wieder Diskussionen und Ängste“, sagte Bodo Höhne. Doch hätten die Vorteile der neuen Arbeitsweise – die körperliche Belastung der Mitarbeiter und zum Beispiel auch das Geräuschniveau sind deutlich gesunken – und die Gewissheit, dass tatsächlich kein Personal abgebaut wurde, mit der Zeit alle überzeugt. Marketingleiter Frank Lindenlaub: „Die Qualität, die wir nach außen versprechen, müssen wir auch im Inneren umsetzen.“
Das Konzept des Unternehmens, das mit 8 Tochtergesellschaften, einem Joint Venture und einem umfassenden Vertreternetz inzwischen in nahezu 80 Ländern aktiv ist, geht auf. Die Bekanntheit der Marke Wöhner ist deutlich gestiegen, die Produkte sind wiedererkennbar und der Produktkatalog dient bei Projekten als Planungshilfe. Die Ideen und Visionen sind bei Wöhner damit aber noch lange nicht zu Ende. Gerade arbeitet das Unternehmen daran, Aufträge mit Standardprodukten Tag und Nacht vollautomatisiert fertigen zu lassen.

Datum: 07. Oktober 2011