MCO zu Gast im Bayerischen Bäckereimuseum

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Es klingt nach abgedroschener Floskel: die Chance in der Krise zu sehen und zu nutzen. Für die Verantwortlichen der Museenlandschaft im Kulmbacher Mönchshof allerdings stellt sich der Rückblick exakt so dar. Nur durch die Veränderungen in der Kulmbacher Brauereilandschaft war die Schaffung der Museumseinheit im Mönchshof möglich geworden. Wie sich die Museen nun präsentieren und vermarktet werden, ließen sich Mitglieder des Marketingclubs Oberfranken bei einem Treffen im Bayerischen Bäckereimuseum erläutern.

Bis 1992 war der Kulmbacher Mönchshof die Betriebsstätte der gleichnamigen Brauerei, ehe die Produktion dort still gelegt wurde und statt dessen eine Brauhausgaststätte samt Biergarten eröffnet wurde. Folgen sollte ein kleines Brauereimuseum, das die Geschichte des Bieres in Kulmbach nachvollziehen sollte. Mit der Zusammenfassung der bis dato vier Kulmbacher Brauereien im Jahr 1997 war dieses Konzept allerdings überholt. „Nach der ersten Schrecksekunde aber“, erläuterte die Leiterin des Kulmbacher Mönchhofs Sigrid Daum, „wurden uns schnell die neuen, großen Möglichkeiten klar.“ Mit der Folge, dass nun, knapp 15 Jahre später, aus dem Mönchshof ein Museumskomplex mit Brauhaus und Biergarten, Brauereimuseum, Bayerischen Bäckereimuseum und einem Museumspädagogischen Zentrum geworden ist, in den inzwischen rund 15 Millionen Euro investiert wurden. „Jetzt feilen wir noch am fünften Baustein, einem Gewürzmuseum.“ Dann kann der Mönchshof das leisten, was sich Daum und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter vorgestellt haben. Das Areal soll ein Schaufenster für den Lebensmittelstandort Kulmbach werden, in dem sich unter anderem das mittelalterliche Leben der Stadt und der Region nachvollziehen lässt.
Sigrid Daum ging vor den Vertretern des MCO vor allem auch auf die Vermarktungschancen des Mönchshofs ein. „Unsere Zielgruppen waren bisher vor allem Gruppenreisende und Busreisenveranstalter.“ Die veränderte Mobilität und das differenzierte Reiseverhalten stellt die kleine Museumseinheit aber vor neue Herausforderungen. „Die Gruppen werden immer kleiner, die Wünsche immer konkreter.“ Allerdings habe der Mönchhof nun mit dem neuen MUPÄZ (Museumspädagogisches Zentrum) ein hervorragendes Werkzeug an die Hand bekommen, um diesen Anforderungen gerecht werden zu können. In dem MUPÄZ, das im Februar offiziell eröffnet wird, gibt es Möglichkeiten, Kochkurse abzuhalten, Seminare und Schaukochen anzubieten, die Kindergeburtstage auszubauen. So sollen die Anzahl von rund 40.000 Besuchern, die bereits Jahr für Jahr in den Kulmbacher Mönchshof gelockt werden, noch einmal gesteigert werden.

Datum: 19. Januar 2012