So klingt Siemens

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Ab und zu schimmert zwischen der professionellen Präsentation die absolute Begeisterung durch, als Jürgen Barthel, Head of Corporate Design von Siemens, die Klangwelt von Siemens als wichtigen Aspekt eines Markenauftritts vorstellt. Der Grafik-Designer entwickelte für Siemens eine eigene Sound Identity. Für Barthel eine Selbstverständlichkeit: „Das Hören ist die erste Sinnesfunktion des Menschen, sie funktioniert schon im Mutterleib“, erklärte er vor Mitgliedern des Marketing-Clubs Oberfranken, die den Siemens-Designverantwortlichen nach Bamberg in den Grünen Saal der Harmonie eingeladen hatten.

Barthel gilt als einer der Pioniere der multisensorischen Markenidentität. Daher drückte die Präsidentin des MCO, Dr. Helga Metzel, ihre Freude darüber aus, dass es gelungen ist, Barthel eigens wegen des Vortrags nach Bamberg zu holen. „Wir sind sehr gespannt, wie es gelungen ist, Siemens-typische Geräusche in einen Klang, der für Siemens steht, umzuwandeln und dabei die Botschaft der Marke zu transportieren.“
Der Head of Corporate Design bei Siemens ist davon überzeugt, dass ein Sound entscheidend zur Emotionalisierung einer Marke beitragen kann. Vor allem wenn es um ein Unternehmen wie Siemens geht, das Technologie-getrieben ist. Bei der Implementierung des Design-Elements Klang innerhalb des Corporate Designs hat Barthel dennoch andere Wege beschritten, als etwa bei visuellen Elementen. „Wir haben alle Bestandteile der Sound Identity auf unserer Brand-Plattform zum Download bereit gestellt. Wer diese aber nutzt, in welchem Umfang und in welcher Weise, überwachen wir nicht.“ Der gelernte Grafiker setzte auf die überzeugende Kraft und Qualität der Sound Identity.
Um eine hohe Qualität zu erreichen haben Barthel, sein Team und die Agentur MetaDesign aus Berlin viel Zeit, Energie und auch Geld investiert. „Der Prozess war sehr langwierig, da wir extrem sorgfältig gearbeitet haben.“ Doch gibt der Erfolg den Bemühungen Recht. Denn Siemens hat nun eine audiovisuelle Signatur, die weltweit einsetzbar ist. „Sie setzt unser Leitmotiv „The puls of life – the impulse für innovation“ in perfekter Weise um“, betont Barthel. Dieses Leitmotiv – der in Noten umgesetzte Fibonacci-Sprung – wurde zu einem Thema weiterentwickelt, das lebt. „Siemens darf auditiv durchaus interpretiert werden“, lacht der Chef-Grafiker, der nun seit rund sieben Jahren verfolgt, wie Komponisten rund um den Globus mit dem vorgegebenen Thema arbeiten und Geschichten entwickeln. In diesen Interpretationen sieht Barthel den ganz besonderen Pluspunkt der musikalischen Siemens-Signatur. „Sie ist in jedem Land der Welt einsetzbar.“ Heute hat Siemens einen musikalischen Baukasten, mit dem alle Unternehmenssektoren nach Belieben arbeiten können. Und dies auch tun. „Wenn ich dann Filme bekomme, die exakt umsetzten, was wir uns bei der Entwicklung überlegt haben, freue ich mich schon sehr“, bekennt der gebürtige Franke. Schließlich zeige dies, dass das Angebot stimme.

Datum: 27. April 2012