Zu Gast bei der Walküre in Bayreuth

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Oberfranken. Ein magischer Gedanke vor gut 110 Jahren, eine klare Spezialisierung, viele Stunden akribischer Arbeit und die absolute Konzentration auf die Bedürfnisse der Kunden – auf diesen Faktoren fußt der Erfolg der Porzellanfabrik Walküre in Bayreuth. Dass jedoch noch mehr dazu gehört, um in der hart umkämpften Porzellanbranche bestehen zu können, verdeutlichte Geschäftsführer Dr. Wolfgang Meyer den Mitgliedern des Marketing-Clubs Oberfranken, der in der Walküre ein Business-Frühstück veranstaltete.

Kreuzfahrten boomen, sie sind auf dem Weg zu des Deutschen liebster Urlaubsform. Davon profitiert auch die „Erste Bayreuther Porzellanfabrik Walküre Siegmund Paul Meyer GmbH“, wie die Porzellanfabrik am Fuße des Grünen Hügels offiziell heißt. „Mit unserem Namen stellen wir Partner bei der Rechnungsstellung zwar vor Probleme“, erzählte Wolfgang Meyer vor den rund 30 MCO-Mitgliedern freimütig. Doch halte die Walküre dennoch daran fest. Denn auch das Festhalten an Bewährtem spielt in der inzwischen 113 Jahre alten Firmengeschichte eine Rolle. Dr. Helga Metzel, Präsidentin des MCO und früher selbst mit dem Weißen Gold verbunden, zeigte sich in ihrer Begrüßung auch darüber erfreut, wie das hochmoderne Unternehmen Tradition und Innovation, Klassik und Moderne immer wieder neu und geschickt miteinander verbindet.
Vor über hundert Jahren hatte Firmengründer und Namensgeber Siegmund Paul Meyer einen magischen Gedanken. Er entwickelte in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts feuerfestes Koch- und Backgeschirr und löste damit eine Revolution in den Küchen der Welt aus. Dieses Geschirr, das er nach dem Feuerzauber in der Wagner-Oper Walküre benannte, rettete die Firma und machte die Walküre zu einem international bekannten Unternehmen. In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stand die nächste einschneidende Veränderung an. Anstatt sowohl Haushalts- als auch Hotelgeschirr anzubieten, spezialisierte sich das Unternehmen auf den Einsatz seiner Produkte im Profibereich. Gerade dort wird die hohe Qualität des Geschirrs und des Services der Walküre geschätzt und auch bezahlt. „So halten wir uns aus dem Massenmarkt heraus“, sagt Dr. Wolfgang Meyer, der mit seinem für die Technik und Produktion zuständigen Bruder Siegmund die Porzellanfabrik in der 4. Generation leitet. Allerdings seien die Anforderungen im Profibereich grundlegend anders, sowohl was die Qualität als auch das Design angehe. „Unsere Produkte müssen ein schönes, markantes, immer aber zeitloses Design haben.“ Wie wichtig Zeitlosigkeit ist, zeigt sich bei der Serie Classic, die es seit vielen Jahrzehnten gibt und noch heute nachbestellt werden kann.
Und auch das Marketing ist in der Nische anders. Die Walküre ist selbstverständlich auf den großen Messen wie der Ambiente in Frankfurt/Main und auf Gastronomiemessen im In- und Ausland vertreten und besticht durch einen absolut hochwertigen Markenauftritt. Doch wichtiger ist laut Wolfgang Meyer die gute Bearbeitung der Key-Kunden. „Wir richten uns komplett auf deren Wünsche aus und gewährleisten darüber hinaus eine Flexibilität, die unsere Mitbewerber nicht schaffen.“    

Datum: 24. Mai 2012