Nur schauen - nicht anfassen? Wie wir die Welt begreifen.

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Über die Hand direkt ins Herz
Sensorische Erfahrungen und ihr Einfluss auf den Kunden – Marketing-Club Oberfranken zu Gast bei Druckerei und Qualitätspapier-Hersteller

 

Oberfranken/Weißenstadt. Rationalität, vernünftige Entscheidungen – darauf sind Menschen stolz. Wenngleich beides schöne Mythen sind. „Bei den Menschen ist alles emotional gesteuert, das limbische System ist eindeutig Herr im Haus.“ Mit diesem Wissen, so Katarina Mose, International Sales Managerin der Büttenpapierfabrik Gmund (Tegernsee), muss modernes Marketing umgehen. Wie dieses Umgehen aussehen kann, hat sie gemeinsam mit Heinz Späthling von der gleichnamigen Druckerei in Weißenstadt vor Mitgliedern des Marketing-Clubs Oberfranken (MCO) demonstriert. Denn unabhängig von neuen Medien, ausgereifter IT und Social-Media-Kampagnen: „Der Mensch möchte etwas anfassen. Geben Sie Ihren Kunden etwas Schönes  in die Hand.“

 

Dr. Helga Metzel, Präsidentin des MCO, hat die International Sales Managerin zu einem Vortrag in die Druckerei Späthling nach Ruppertsgrün/Weißenstadt geholt. „Denn über Printprodukte“, sagt sie bei der Begrüßung, „wird heute im Marketing kaum mehr geredet.“ Obwohl sie nach wie vor unerlässlich sind. Und deren Qualität durchaus entscheidend ist. Qualität, wie sie Heinz Späthling von der Druckerei Späthling anbietet. „Wir haben natürlich das komplette Angebot einer modernen Druckerei und fertigen Industrieaufträge“, sagt der Quereinsteiger in die Druckbranche, dessen Stärke die Kreativität und Lust am Möglichmachen ist. Doch reize ihn  persönlich immer das Neue, Aufwändige, Ungewöhnliche, Hochwertige. „Ich möchte Sachen machen, die nicht weggeworfen werden.“

Tolles, hochwertiges Papier und ungewöhnliche Lösungen daraus sind das Metier von Katarina Mose. Hier treffen sich der Drucker aus Oberfranken und die Internationale Sales Managerin, die die 184 Jahre alte Büttenpapierfabrik Gmund in Teilen Deutschlands und Osteuropas vertritt. Doch statt über Papier und dessen Möglichkeiten, spricht Katarina Mose beim Club-Abend des Marketing-Clubs Oberfranken vorrangig über Haptik. Denn: „Die Haptik wurde bislang bei den Sinnes-Eindrücken oft vergessen.“ Doch sei das Anfassen, das Be-greifen, ein wunderbarer Weg, dem Kunden etwas zu vermitteln. Ihn zu etwas zu bewegen. Da Berührungen im Körper Emotionen auslösen, Verbindungen herstellen. „Wir alle kennen das doch von Babys und Kleinkindern. Die sensorische Erfahrung ist unfassbar wichtig.“

Für alle, die etwas verkaufen wollen, gibt Mose daher die ganz konkrete Empfehlung heraus: „Geben Sie den Menschen etwas in die Hand. Etwas, das sich für sie gut anfühlt und positive Empfindungen auslöst. Das kann deren Entscheidungen beeinflussen.“ Natürlich muss aber die Botschaft des Gefühls mit der Botschaft des Produkts oder des Anbieters zusammenpassen. Mose: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich zum Beispiel mit einer hochwertigen Verpackung auch Dienstleistungen deutlich besser verkaufen lassen.“

Datum: 24. September 2013