Die Kunst des Reduzierens

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Pfingsten 2013 ist das Deutsche Dampflokmuseum nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit neu eröffnet worden. Jetzt, gerade einmal drei Monate später, denken die Verantwortlichen bereits über eine Anpassung des Leitbildes nach. „Für das Museum beginnt ab sofort eine neue Zeit“, erklärt Hans-Peter Brendel von der Agentur Bergwerk (Kupferberg), die die Kommunikation des einzigartigen Spezialmuseums seit 2007 begleitet, vor Mitgliedern des Marketing-Clubs Oberfranken. Diese informierten sich vor Ort über das Museumsentwicklungskonzept des DDM. Denn das Museum, das für sich einen Platz in der Championgsleague in der Museenlandschaft beansprucht, will vorankommen.

Es ist schön geworden, die rund sieben Millionen Euro, die die Neukonzeption und der Umbau des Museums gekostet haben, sind offenbar gut investiert. Von der Neugestaltung zeigte sich auch Dr. Helga Metzel, Präsidentin des MCO angetan. „Das Museum ist deutlich in der Neuzeit angekommen und ist heute mehr denn je ein wichtiger Aspekt in der oberfränkischen Museenlandschaft“, lobte sie. Damit, das machten der Geschäftsführer des das DDM tragenden Zweckverbandes, Rüdiger Köhler, und Agentur-Chef Brendel klar, steigen aber auch die Ansprüche an das Industriemuseum. „Wir wecken mit dem neuen Auftritt und der Neugestaltung des Museums ja steigende Erwartungen.“ Und diese gilt es ab sofort zu erfüllen.

Gerade die Reduzierung der Exponate, die nun entlang einer Zeitleiste und mittels neuester Technologie die Entwicklung der dampfenden Riesen nachzeichnet und erlebbar macht, hat das Museum aufgewertet. „Unsere vielen Ausstellungsstücke haben manchmal ein bisschen die Sicht auf das Wesentliche verstellt“, gesteht Museumsleiter Volker Dietel ein. Ebenso wirkte das frühere Logo, das sehr viele bunte Elemente in sich verband. Jetzt sind das Logo und damit die Kommunikation und die Positionierung des Museums deutlich klarer. „Wir haben die Dreigliedrigkeit des Museums in den drei Pfeilen aufgenommen und diese mit einer traditionsbewussten Schrift kombiniert.“ Brendel, der ausdrücklich die Ideengeberschaft für die Pfeile durch das für die Innengestaltung des Museums zuständigen Ateliers Brückner (Stuttgart) erwähnte, will so eine bessere Verankerung bei den Besuchern des Museums erreichen. „Dabei müssen wir sowohl die Familien mit Kindern bedienen“ – sie machen rund 75 Prozent der Museums-Gäste aus – „als auch die Freaks, die zu Recht technische Kompetenz ein- und abfordern.“ Der geschäftsführende Vorstand des MCO, Stephan Eckert, zeigte sich nach der Veranstaltung von dem Erfolg des neuen Museumskonzepts überzeugt. Und er warb für einen anderen Baustein, mit dem das Industriemuseum punktet. „Der Lokschuppen“ – in dem historischen Gebäude sind große Teile des Museums untergebracht – „ist eine tolle Location für außergewöhnliche Events.“

Datum: 25. Juli 2013